Ingos WinUAE-Tutorial
Hier kann man die Größe der verschiedenen Speichertypen des "virtuellen Amiga" festlegen.
Die hier gezeigten Einstellungen funktionieren zwar bei vielen Anwendungen, allerdings können sie auch mit einigen Programmen, bzw. Einstellungen Probleme bereiten. Wenn ein Programm nicht funktionieren sollte, ist es meist hilfreich, zunächst den "Chip"-RAM auf 512k und alle anderen Speicherarten auf "0" zu setzen, was der Standardkonfiguration eines Amiga 500 entspricht. Einige Programme benötigen jedoch mehr Speicher. Dann kann man die Einstellungen Schritt für Schritt erhöhen bis eine funktionierende Einstellung gefunden wurde.
Für fast alle Anwendungen muß hier nur die erste Zeile, das sogenannte Kickstart-ROM angegeben werden. Dies ist ursprünglich ein in den Amiga eingebauter Chip, der wie das BIOS im IBM-PC für das Betriebssystem wichtige Dienste bereitstellt und dafür sorgt, daß entweder von einer Diskette oder einer Festplatte gebootet werden kann. Für den "virtuellen Amiga" muß das Programm dieses Chips als Datei auf dem PC vorhanden sein, damit der "virtuelle Amiga" starten kann. Dieses Programm kann entweder aus dem eigenen Amiga herauskopiert - zum Beispiel mit dem Programm transrom, das bei der WinUAE-Installation mitgeliefert wird - oder bei speziellen Software-Händlern gekauft werden.
Der Pfad zu der so erhaltenen Datei muß dann nur noch bei den ROM-Einstellungen angegeben werden.
Hinweis: Das Downloaden von ROM-Files aus dem Internet ist ein Verstoß gegen geltende Copyright-Bestimmungen, wenn man keinen entsprechenden Amiga besitzt.
Ein legaler Weg, in den Besitz eines Amiga-ROMs zu kommen ist der Kauf des "Amiga Forever"-Softwarepakets von Cloanto (http://www.cloanto.com).
Bei der Einstellung des simulierten Prozessors kann man sich insbesondere bei alter Software darauf beschränken, den "68000" zu wählen und gegebenenfalls bei Problemen "More compatible" zu aktivieren. Bei der Geschwindigkeit empfehle ich für größten Komfort zunächst die Einstellung "Fastest possible", bei Problemen kann man hier aber experimentieren.
Ingo Linde <j-fanque@gmx.net> 22.02.2003
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